19.07.2022

QR-Codes mischen den Online-Handel auf: Marketing, Tracking, Kundensupport

Die kleinen QR-Codes aus den 1990er Jahren sind wieder zurück und feiern ein fulminantes Comeback bzw. bieten nun viel mehr Einsatzmöglichkeiten als zu ihren Anfangszeiten. QR-Codes sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Im privaten bzw. offline Bereich nutzen Verbraucher mittlerweile häufig QR-Codes. Das kann das digitale Öffnen der Speisekarte im Restaurant, die vereinfachte Suche nach einem Produkt ohne die Angabe der URL sein. Aber auch die Bezahlung von Produkten oder einer Dienstleistung ist einfach und sicher per QR-Code möglich. Ein weiterer Vorteil ist der hygienische Aspekt. Die Verbraucher müssen keine physischen Gegenstände, wie beispielsweise die Speisekarte im Restaurant, mehr anfassen. Darum hat der QR-Code während der Corona-Pandemie Einzug in viele Bereiche des Lebens gehalten. Neben der Gastronomie macht nun auch der Einzelhandel vermehrt von QR-Codes Gebrauch, beispielsweise, um Kunden das Einloggen ins WiFi-Netz zu ermöglichen oder Kundenbewertungen einzusammeln. Dass sich der Einsatz von QR-Codes auch im E-Commerce lohnt bzw. wie Du das große Potenzial für Deinen Shop nutzen kannst, zeigen wir Dir in diesem Blogbeitrag.

Was sind QR-Codes und wie funktionieren sie?

Was bedeutet QR eigentlich? Die Buchstaben stehen für „Quick Response“, also sowas wie die schnelle Reaktion(szeit), mittels dieser der Nutzer beispielsweise auf eine Website oder ein Angebot weitergeleitet werden. Bei QR-Codes handelt es sich um 2D-Bilder, die sich aus verschiedenen Formen zusammensetzen, in denen bestimmte Informationen grafisch kodiert sind. Diese kleinen Informations-Quadrate (QR-Code) werden mittels Smartphone-, Tablet- oder PC-Kamera gescannt. Die Informationen werden dabei ausgelesen, verarbeitet und so wird der Nutzer mit der entsprechenden Website oder Funktion verbunden. Dadurch, dass es sich bei QR-Codes um 2D-Bilder handelt, können Informationen sowohl vertikal als auch horizontal kodiert werden. 

Im Gegensatz zum 1D-Barcode, der Daten nur in eine Richtung kodiert. 2D vergrößert einerseits die Menge, andererseits die Vielfalt an Informationen, die ein QR-Code aufnehmen kann. Daraus ergeben sich auch für den E-Commerce und damit Deinen Shop jede Menge Einsatzmöglichkeiten, die wir Dir ein bisschen näherbringen möchten.

› Vorteile der Marktplätze für Online-Shops

Die Vorteile von QR-Codes liegen auf der Hand. Der Nutzer braucht lediglich die Kamera seines mobilen Geräts einzuschalten, damit der Code gelesen werden kann. Das ist nicht nur einfach, sondern geht schnell. Lästiges Eintippen einer URL oder das Suchen nach einem Produkt oder Dienstleistung entfällt, weil der User direkt an die gewünschte Stelle weitergeleitet wird. Das wiederum erhöht die Kaufwahrscheinlichkeit.

Darüber hinaus ist die Nutzung von QR-Codes für Online-Shops aber nicht nur günstig, da beispielsweise das Drucken von Flyern nicht notwendig ist, sondern dadurch auch nachhaltig. Außerdem ist eine Aktualisierung der Informationen möglich, was weitere Kosten spart.

dfg
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Marketingkampagne

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten von QR-Codes im E-Commerce

Wie und in welchem Ausmaß Du QR-Codes in Deinem Online-Shop einsetzt, musst Du entscheiden. Hier sind mal ein paar Anregungen, für was Du sie nutzen kannst.

#1 Verbinde den Offline- mit dem Online-Handel

Angenommen Du hast einen stationären Handel, dann kannst Du Deine potenziellen Kunden zum Beispiel in Deinem Laden auf spezielle Online-Aktionen aufmerksam machen, indem Du sie per QR-Code auf deinen Online-Shop leitest. Ebenso kannst Du die Bezahlung per QR-Code anbieten. Oder falls Du das vom Kunden gewünschte Produkt nicht vorrätig im Laden hast, kann er es per QR-Code in Deinem Online-Shop bestellen. Das bietet sich auch an, wenn - beispielsweise bei Kleidung - die passende Größe vergriffen ist.

#2 Verwende den QR-Code als Marketinginstrument

Sowohl im Offline- sowie im Online-Handel bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, QR-Codes als Marketinginstrument einzusetzen. Dadurch, dass die Codes klein sind, finden sie eigentlich überall Platz. Egal, ob auf Kassenbons, Verpackungen, in Zeitungen oder auf Plakaten. Du kannst sie also im Offline-Handel, auf Social-Media-Kanälen, in Newslettern oder Mails im Online-Handel nutzen. 

Per QR-Code kannst Du ganz einfach User auf Deine Website leiten und Traffic erzeugen oder auf Sonderaktionen aufmerksam machen und sie so zum Kauf Deiner Produkte animieren. Mithilfe der QR-Codes kannst Du Deinen Kunden auch Rabatte oder Coupons anbieten und so ihre Kauflust steigern. Das gilt auch, wenn Du für Deinen Shop viel Offline-Werbung machst. Auch transparentes Tracking ist auf diese Weise möglich.

#3 Hole ganz einfach Kundenbewertungen ein

Der Kontakt zu Deinen Kunden im Online-Handel ist im Gegensatz zu dem in einem Ladengeschäft sehr begrenzt. Dort kann Dir der Kunde direkt Feedback zu Deinen Produkten oder Deiner Beratung geben. Das entfällt im E-Commerce. Kunden-Feedback ist aber wichtig, um Deine Produkte oder Deinen Service zu verbessern. Aber nicht nur für Dich sind sie hilfreich, sondern auch für andere Kunden, die vielleicht eine Entscheidungshilfe brauchen. Um das Feedback unkompliziert und schnell einzuholen, bieten sich QR-Codes an. Mittels des Codes wird Dein Kunde direkt an die Stelle geleitet, wo er Dein Produkt oder Dienstleistung bewerten kann.

#4 Biete Kundensupport ohne langes Herumsuchen an

Braucht ein Kunde mal Hilfe oder hat eine Frage, ist er oft erstmal mit lästigem Herumsuchen nach den Kontaktdaten des Shops beschäftigt. Das ist nicht gut für die Stimmung des potenziellen Käufers und führt häufig zu Abbrüchen. Daher ist es auch für Dich von Vorteil, wenn Du Deinen Kunden die Suche ersparst und ihnen einen einfachen und schnellen Weg der Kontaktaufnahme anbietest: einen QR-Code. Den braucht der Kunde nur zu scannen und ist im Nu per Telefon, Chat oder E-Mail mit Deinem Shop verbunden.

Kundensupport
Kundensupport

 HOW TO: 

1. Kreiere einen markenspezifischen QR-Code:

Um einen QR-Code zu erstellen, brauchst Du einen QR-Codes-Generator. Im Internet findest Du zahlreiche Anbieter, die die Erstellung meist kostenlos zur Verfügung stellen. Am besten ist es, wenn Du einen markenspezifischen QR-Code generierst. Hier kannst Du zum Beispiel den Code so gestalten lassen, dass er aussieht wie Dein Logo. Das macht ihn individuell und unterscheidet ihn so von anderen. Außerdem ist es ein Blickfang.

2. Teste Deinen QR-Code gründlich

Achte darauf, dass Dein QR-Code auch von nicht so leistungsstarken Scannern gelesen werden kann. Das heißt, überfrachte den Code nicht mit zu viel Informationen, die ausgelesen werden müssen. Auch an die verschiedenen Endgeräte solltest Du denken. Am besten ist, wenn Du Praxistests mit so vielen Smartphones und Tablets wie möglich machst: neue und alte Geräte, verschiedene Betriebssysteme und Apps sowie Geräte mit guter und weniger guter Kameraqualität.

3. Nutze die Tracking-Möglichkeiten der QR-Codes

QR-Codes sind eine prima Möglichkeit, den Erfolg Deiner Marketingmaßnahme zu messen. So kannst Du für Deinen Shop ganz einfach herausfinden, wo der QR-Code gut und wo er weniger gut funktioniert. Du siehst, wieviel Traffic durch Deinen QR-Code generiert wird. Außerdem wird Dir angezeigt, wie viele Kunden Deinen QR-Code zwar scannen, aber dann abbrechen. Diese Daten können Dir helfen, herauszufinden, wo Probleme liegen, so dass Du den Code verbessern kannst. Anpassungen sind einfach vorzunehmen und erhöhen Deine Erfolgschancen.

FAZIT

Die QR-Codes sind wieder da, befeuert durch die neuen hygienischen Anforderungen der Corona-Pandemie. Aber nicht nur die Gastronomie nutzt die kleinen Informations-Quadrate, sondern auch im Online-Handel finden sie immer mehr Verbreitung. Denn sie eignen sich hervorragend für einfaches und punktuelles Marketing. Dazu liefern sie aufschlussreiche Tracking-Daten zu den Marketingmaßnahmen. Außerdem verbessern sie den Kundensupport, indem sie die Kontaktaufnahme für Kunden erleichtern. Das Erstellen von QR-Codes ist mittels QR-Code-Generatoren ohne großen Aufwand machbar und meist kostenlos. Teure Werbekosten entfallen ebenfalls. Alles in allem: definitiv einen Versuch wert.


Nicola Bächle
Nicola Bächle

Nicola Bächle

Nicola ist spezialisiert auf die Erstellung und Bereitstellung von hilfreichen Inhalten rund um das Thema E-Commerce für den solute Blog. Durch intensive Recherchen und das Konsultieren von Experten stellt sie Fachwissen übersichtlich aufbereitet zur Verfügung.

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