04.07.2022

Marktplätze: Umsatztreiber des Online-Handels?

Marktplätze wie Amazon, Zalando oder eBay gewinnen immer mehr an Bedeutung. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Auf einem Marktplatz werden alle möglichen Produkte verschiedener Hersteller und Verkäufer angeboten. Egal, ob der Kunde auf der Suche nach Kleidung, Elektrogeräten, Kosmetik, Büchern, Möbeln oder Lebensmitteln ist, auf dem Marktplatz findet er alles. Das bedeutet für den Kunden, dass er sich die lästige und zeitaufwändige Suche nach einzelnen Shops spart. Eine Vielzahl von Kunden startet daher ihre Suche bereits auf einem Marktplatz, statt den Umweg über Suchmaschinen wie Google, Bing und Co. zu gehen. Aus diesem Grund ist es für Online-Shops wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Welche Marktplätze gibt es? Welche Marktplätze sind für Deinen Shop und Deine Produkte relevant? Was sind die Vorteile? Worauf solltest Du achten? All diese Fragen möchten wir Dir in diesem Blog beantworten.

Online-Marktplätze weiter auf Wachstumskurs

In den letzten fünf Jahren (2015-2020) hat sich die Zahl der Online-Marktplätze in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als verdoppelt. Mittlerweile erledigen Online-Kunden die Hälfte ihrer Einkäufe über einen Marktplatz. Hier in Deutschland ist momentan noch Amazon mit circa 50 Prozent Marktanteil der Vorreiter. Aber auch weitere Marktplätze haben sich in den letzten Jahren entwickelt. So haben beispielsweise Zalando, Otto, eBay, aber auch Lidl und Etsy an Relevanz gewonnen.

› Vorteile der Marktplätze für Online-Shops

Zuallererst helfen Dir Marktplätze, Deinen Umsatz zu steigern. Dein Shop ist sichtbarer und Du profitierst von potenziellen Kunden, die nicht gezielt nach Deinem Shop gesucht haben. Zudem haben digitale Marktplätze eine geringe Einstiegshürde und ermöglichen es Händlern recht schnell, ihre Produkte online anzubieten. Denn Du profitierst von der bereits vorhandenen Infrastruktur: Angefangen vom Server bis hin zur Produktseite ist das meiste sofort nutzbar. Du setzt Dich sozusagen ins gemachte Nest. 

Wenn Du eine Internationalisierung planst, wird auch diese um einiges erleichtert, da Du auf das Netzwerk bzw. die Plattformen des Marktplatzes zurückgreifen kannst. Ein weiterer Pluspunkt sind die geringen Marketingkosten.

› Herausforderungen auf Online-Marktplätzen

Die größte Herausforderung auf einem Online-Marktplatz ist die hohe Anzahl an Anbietern mit ähnlichen Produkten. Als Beispiel: Auf Amazon findest Du zurzeit mehr als 12 Millionen Produkte aus über 800.000 Branchen und Kategorien. Durchschnittlich bieten täglich circa 3.500 neue Händler ihre Ware auf Amazon an. Aus diesem Grund sind Anzeigenplätze hart umkämpft. Der Konkurrenz- bzw. Preisdruck ist dementsprechend hoch. Das wiederum kann zu einem Verdrängungswettbewerb führen. Daher ist es wichtig, passende Gebote auf effiziente Keywords zu setzen.

Aber auch hierfür gibt es Lösungen: wie beispielsweise Adspert, eine PPC-Kampagnenoptimierung, die auf künstlicher Intelligenz beruht. Das Tool analysiert die für Deinen Shop relevanten Keywords und gibt automatisch Erfolg versprechende Gebote ab. So erscheinen Deine Angebote ganz vorne mit dabei, damit Du nicht in der Masse untergehst. Aber vielleicht ist der Platzhirsch Amazon auch gar nicht die richtige Plattform für Deine Produkte, sondern eher ein Nischenmarktplatz.


Marktplatz
Marktplatz

Welcher Marktplatz eignet sich für Deine Produkte?

Ein paar Punkte solltest Du im Hinterkopf behalten, wenn Du Dich auf die Suche nach dem für Dich und Deinen Shop passenden Marktplatz machst.

#1 Kosten

Welche Kosten fallen bei dem Marktplatz an? Die meisten Marktplätze arbeiten auf Provisionsbasis. Die Plattform bekommt also bei jedem Verkauf einen Teil Deines Erlöses, sozusagen als Vermittlungsgebühr. Die Provisionen liegen meist zwischen 7 und 15 Prozent. Teilweise verlangen die Betreiber von Marktplätzen aber auch eine Grundgebühr. Hier lohnt sich ein Vergleich der anfallenden Kosten der jeweiligen Plattformen.

#2 Zielgruppe und Reichweite

Welche Zielgruppe spricht der Online-Marktplatz an? Darunter fällt auch, wie die Plattform ausgerichtet ist. Sogenannte vertikale Marktplätze bieten verschiedene Produkte oder Dienstleistungen einer Branche an. Das heißt, sie konzentrieren sich auf Unternehmen einer Branche, womit die Zielgruppe relativ eingegrenzt ist, vergleichbar mit einem Fachhändler. Horizontale Marktplätze hingegen sind branchenübergreifend und legen den Fokus auf bestimmte Produktgruppen. Das Angebot ist hier also breiter gestreut und erreicht eine größere Zielgruppe. Einige Marktplätze konzentrieren sich auf bestimmte Bereiche, wie beispielsweise Zalando auf Kleidung oder Etsy auf selbstgemachte Produkte. Darüber hinaus gibt es noch hybride Marktplätze, die den vertikalen mit dem horizontalen Ansatz verbinden sowie globale Plattformen, auf denen Kunden fast alles kaufen können.

Wenn Du Deine Zielgruppe definiert und entschieden hast, welche Marktplatzausrichtung für Deinen Shop die bessere ist, solltest Du folgende Punkte zum Thema Reichweite bei Deiner Auswahl berücksichtigen. Wo befindet sich Deine Zielgruppe? Erreicht Du sie mit dem Marktplatz? Welche Reichweite hat die Plattform? Ist die Konkurrenz hier vertreten?

#3 Anbindung und Bedienbarkeit

Die Anbindung Deines Shops an einen Marktplatz ist auch ein wichtiges Kriterium. So ergibt sich beispielsweise die Frage, ob die Anbindung kompatibel mit dem Warenwirtschaftssystem Deines Shops ist. Bietet der Marktplatz entsprechende Schnittstellen zum Shopsystem an? Last but not least spielt die Bedienbarkeit eine Rolle. Produktuploads sollten einfach und schnell vorzunehmen sein. Darüber hinaus ist ein gewisser Gestaltungsfreiraum von Vorteil, damit Du Dich ein bisschen von der Masse abheben kannst. Auch ein Ansprechpartner auf dem Marktplatz ist hilfreich, falls Du mal Probleme oder spezifische Fragen haben solltest.

FAZIT

Der Online-Handel boomt weiterhin. Immer mehr Kunden bevorzugen jedoch den noch einfacheren, bequemeren Einkauf im Internet. Keine lange Suche nach Produkten über Suchmaschinen, sondern eine Plattform, auf der man alle möglichen Produkte an einem Platz findet: der Online-Marktplatz. So wie die Obst- und Gemüsehändler, Fleisch- und Fischverkäufer sowie Blumenanbieter und Imbissbuden ihre Ware auf dem analogen Marktplatz einer Stadt anbieten, tun sie dies nun auch im Internet. Die Chance, dass ein Kunde auch noch einen Stand weitergeht und etwas kauft, ist groß. Online-Marktplätze sind daher ein guter Weg, seinen Umsatz zu steigern.


Nicola Bächle
Nicola Bächle

Nicola Bächle

Nicola ist spezialisiert auf die Erstellung und Bereitstellung von hilfreichen Inhalten rund um das Thema E-Commerce für den solute Blog. Durch intensive Recherchen und das Konsultieren von Experten stellt sie Fachwissen übersichtlich aufbereitet zur Verfügung.

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