18.10.2023

E-Commerce News | Quartalupdate

KI News

Augmented Reality (AR) im Fashionbereich: Zalando bietet als Erster Ermittlung der Kleidergröße per Foto an

Mittels Fotos empfiehlt der Modehändler Zalando seinen Kundinnen nun die passende Kleidergröße. Dazu brauchen die Kundinnen nur zwei Fotos in enganliegender Kleidung mit ihrem Smartphone von sich zu machen. Das Tool ermittelt so die Körpermaße. Die Daten werden dann im Kundenkonto hinterlegt, so dass die Suche nach der richtigen Größe beim nächsten Einkauf vereinfacht wird. Zurzeit funktioniert das Tool nur bei Damenoberbekleidung wie Jacken oder Mäntel, aber auch Kleidern und kommt nur in der DACH-Region zum Einsatz. Langfristig soll mittels Augmented Reality eine virtuelle Umkleidekabine geschaffen werden, in der Kundinnen mithilfe eines 3D-Avatars mit ihren Körpermaßen noch mehr Unterstützung bei der Größenberatung erhalten. Die verbesserte Größenermittlung dezimiert ein großes Problem der Textilbranche: die Rücksendung nicht passender Kleidung. Es ist eine win-win-Situation: Die Kundinnen sind nicht mehr frustriert, weil das potenzielle Lieblingsstück nicht passt, der Online-Händler spart das Geld für die Retouren und die Umwelt profitiert durch die entfallenden Rücksendungen sowie der Verminderung der Textilabfälle ebenso.

❱ AR in der Google Suche: Unternehmen können 3D-Produktbilder in Ads integrieren

Google bietet seit Neuestem Unternehmen an, 3D-Produktbilder in die Google-Anzeigen zu integrieren, um ihre Produkte besser vermarkten zu können. Mithilfe von AR können Kunden auf diese Weise Gegenstände von allen Seiten anschauen und ausprobieren, ohne in ein Geschäft zu gehen. Besonders Möbelhäuser nutzen diese Möglichkeit, ihre Produkte zu präsentieren. Ob neue Küche, Bett oder Tisch: Die Kunden können die Möbel virtuell in ihren eigenen vier Wänden platzieren und schauen, ob sie an den angedachten Platz passen und dort auch gut aussehen. AR birgt großes Potenzial für den E-Commerce: Sie ermöglicht Online-Händlern eine ansprechendere Präsentation ihrer Produkte und verlagert einen weiteren Teil des stationären Handels ins Internet.

Meta plant KI-Modell mit Leistung wie bei OpenAI-Konkurrenten ChatGPT-4

Der Konkurrenzkampf und somit auch der Druck im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) ist riesig. Seit Monaten ist ChatGPT von OpenAI in aller Munde. Aber auch Google, Apple und Amazon stecken Milliarden Dollar in die Entwicklung neuer KI-Tools, die immer mehr Funktionen haben und Aufgaben des Menschen übernehmen sollen. Mark Zuckerberg, CEO des Social-Media-Konzerns Meta, geht die Entwicklung eines eigenen, noch leistungsstärkeren KI-Modells nun mit Hochdruck an. Das neue Modell soll die Möglichkeiten von Llama 2, das im Sommer in Zusammenarbeit mit Microsoft gelauncht wurde, weit übertreffen. Es soll den Fähigkeiten des ChatGPT4 des Konkurrenten OpenAI zumindest ebenbürtig sein. Anfang des nächsten Jahres soll das Training des KI-Tools starten.

Gemini: Google geht mit Konkurrenzprodukt zu ChatGPT in Testphase

Auch Google arbeitet mit Volldampf an seinem Konkurrenzprodukt zu ChatGPT. Gemini soll laut des Technologiemagazins „The Information“ nun in der Testphase sein. Google selbst hat den Start für dieses Jahr (Herbst) angekündigt. Laut des Magazins will Google, im Gegensatz zu ChatGPT, auch eigene Daten, beispielsweise aus der hauseigenen Suchmaschine, nutzen, um so die Bedürfnisse der Nutzer noch besser zu verstehen und damit die Nutzerfreundlichkeit weiter zu erhöhen. Gemini soll mehrere Module in sich vereinen. Einerseits soll es wie ChatGPT anhand mehrerer Sprachmodelle beispielsweise Texte zusammenfassen und selbstständig erstellen sowie Funktionen von Chatbots übernehmen können. Andererseits soll das KI-Tool aber auch Diagramme analysieren sowie Daten interpretieren. Gemini soll in die Endkundenprodukte integriert werden. Der Zugang erfolgt über eine Cloud. Google will unterschiedlich große Modelle anbieten: je mehr Funktionen, desto kostspieliger.

DALL-E 3: OpenAI verbessert Text-zu-Bild-KI-Tool

Open AI hat die Text-zu-Bild-KI verbessert. Mit der neuen Version des Tools, dem DALL-E 3, erhalten Nutzer mit ihren Eingaben bessere Ergebnisse als mit dem Vorgänger DALL-E 2. Das Tool baut auf ChatGPT auf und erzielt bei derselben Eingabe von Begriffen genauere Treffer. Für die Erstellung möglichst präziser Eingaben können Nutzer auf andere KI-Tools zurückgreifen. Das soll in der neuen Version nicht mehr nötig sein, weil diese das selbst übernimmt. Mithilfe von ChatGPT werden automatisch passende Eingaben (sogenannte „Prompts“) erstellt. DALL-E 3 ist seit Oktober verfügbar, zunächst nur für ChatGPT-Plus und Enterprise-Kunden.

❱ Meta: Auch Whatsapp und Messenger sollen mit KI-Funktionen ausgestattet werden

Meta entwickelt nicht nur ein KI-Tool-Konkurrenzprodukt zu ChatGPT, sondern will auch Whatsapp und den Messenger mit KI-Funktionen ausstatten. Laut des Portals „onlinemarketing“ haben erste Nutzer Zugriff auf eine neue Funktion: KI-Chats. Wie auf Instagram sollen Chatbots eingeführt werden, die den Kunden in Form verschiedener, einzigartiger „Personen“ („unique characters“) differenzierte Antworten auf ihre Fragen geben können und darüber hinaus dem Instagram-Kontoinhaber Creator-Tipps anbieten. Wann die Funktionen eingeführt werden, ist noch nicht bekannt. Im Messenger können Nutzer bereits animierte Avatar Sticker nutzen, aber auch dort wird an einer KI-Lösung gearbeitet.

Online-Handel News 

Kaufland: Bezahlung in Filialen nun per Kaufland-App möglich

Kaufland bietet seinen Kunden einen neuen Service an: Sie können ihren Einkauf nun per Kaufland-App bezahlen. Dazu können sich Kunden über die Kaufland-App registrieren und ihre Bankverbindung hinterlegen. Ist diese verifiziert, kann Kaufland Pay aktiviert werden. An der Kasse genügt dann das Scannen des QR-Codes der Kaufland Card. Die Kaufland Card enthält die aktivierten Coupons sowie Treuepunkte. Das Vorteilsprogramm der Kaufland Card ist mit Kaufland Pay in der Kaufland-App vernetzt, so dass an der Kasse nicht nur mit der App bezahlt werden kann, sondern auch gleichzeitig die aktivierten Coupons und Treuepunkte Berücksichtigung finden. So ist ein einfacher One-Scan-Checkout möglich.

Amazon One: In den USA kann mit der Handfläche bezahlt werden

In 200 Whole-Foods-Filialen und 200 Einzelhandelsfilialen in den USA können Kunden bereits per Handfläche bezahlen. Nun will Amazon sein Bezahlsystem bis Ende des Jahres auf die insgesamt über 500 Whole-Foods-Filialen ausweiten. Kunden, die Amazon One nutzen, benötigen also weder Bargeld noch Kreditkarte oder das Smartphone. Beim Checkout wird lediglich ihre Handfläche mit einem speziellen Scangerät ausgelesen – ähnlich wie bei einem Augen- oder Gesichtsscan. Über die individuelle Handfläche wird der Kunde identifiziert und kann so dem jeweiligen Amazon-One-Profil zugeordnet werden. Das Profil ist mit einem Amazon-Konto verbunden. Dort ist eine Kredit- oder Debitkarte hinterlegt, die mit den Kosten des Einkaufs belastet wird. Langfristig soll Amazon One in 700 Ländern möglich sein. Wann das in Deutschland der Fall sein wird, ist nicht bekannt.

Ebay lokal: regionale Unterstützung des Handels durch Ein- und Verkauf vor Ort

Mit Ebay Lokal will Ebay den Kauf und Verkauf vor Ort unterstützen, indem die Artikel in der eigenen Umgebung sichtbarer gemacht werden. Der lokale Handel soll so vereinfacht und die Kreislaufwirtschaft unterstützt werden. Das Angebot richtet sich gleichermaßen an private Verkäufer und Händler. Händler können auf diese Weise zusätzlich Kunden auf sich aufmerksam machen und Versandkosten sparen, da die Kunden in der Nähe wohnen und den Einkauf abholen können. Auch für Privatverkäufer macht sich Ebay Lokal bezahlt: Denn seit März entfällt die Verkaufsgebühr. Seitdem hat sich die Anzahl der angebotenen Produkte auf der Plattform um 26 Prozent erhöht, die der privaten Verkäufer generell um 29 Prozent. Suchen können Interessierte per Postleitzahl und Umkreis. Ebay plant weitere Funktionen für die Plattform. So sollen Kunden beispielsweise auf einer Landkarte sehen können, welche Artikel in ihrer Umgebung angeboten werden.

❱ Second-Hand wird immer wichtiger: ManoMano verkauft nur auch gebrauchte Produkte

Der Online-Händler ManoMano verkauft nun auch gebrauchte Produkte. ManoMano ist auf Produkte aus den Bereichen Heimwerken, Haus und Garten spezialisiert. Der Online-Händler will so zur Kreislaufwirtschaft beitragen. Die Nachhaltigkeit kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch dem Online-Händler selbst sowie seinen Kunden – beide Seiten sparen Kosten. Denn das Sortiment umfasst Produkte aus Rücksendungen aufgrund von Fehlbestellungen, unbenutzte Produkte ohne Verpackung oder von Fachhändlern überarbeitete Artikel, wie Werkzeuge, die so günstiger angeboten werden können. Bis Ende 2024 will ManoMano sein Angebot ausweiten.

TikTok steigt mit ungewöhnlichem Konzept ins Black-Friday-Geschäft ein

Das Social-Media-Unternehmen TikTok will nun auch seinen Teil vom Kuchen und steigt ins Black-Friday-Geschäft in den USA ein. Mit seinem neuen Marktplatz „TikTok Shop“ will das Unternehmen Amazon und Co Konkurrenz machen, allerdings mit einem etwas anderen Konzept: Die Rabatte, die die Händler anbieten, sollen diesen bis zu 50 Prozent erstattet werden - wenn sie ihre Produkte über die neue Online-Plattform TikTok Shop verkaufen. Das soll sowohl für den Black-Friday als auch für den Cyber Monday gelten – insgesamt jedoch vier Tage. Wie das Portal Internet World schreibt, sollen allein der Black Friday und der Cyber Monday 2022 in den USA 9,1 Milliarden Online-Umsatz generiert haben, was knapp 9 Prozent des gesamten Jahresumsatzes des Einzelhandels im E-Commerce an nur zwei Tagen entspräche.

Unternehmen News

Hinweisgeberschutzgesetz: Was müssen Unternehmen beachten?

Seit Anfang Juli dieses Jahres ist das Hinweisgeberschutzgesetz in Kraft. Es soll Mitarbeitende, die auf Missstände in ihren Unternehmen aufmerksam machen, schützen. Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sowie alle Finanzdienstleister müssen seit Inkrafttreten des Gesetzes ein sicheres Hinweisgebersystem etablieren. Das gleiche gilt ab dem 17. Dezember auch für Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern. Kommen die Unternehmen dieser Pflicht nicht nach, wird ab dem 1. bzw. für kleinere Betriebe (> 50 Mitarbeitern) ab dem 17. Dezember 2023 ein Bußgeld in Höhe von 20.000 Euro fällig. Die Meldestelle kann entweder intern oder extern besetzt werden. Kleinere Unternehmen können beispielsweise einen bestimmten Mitarbeiter dafür abstellen, größere Firmen verfügen meist über einen Compliance-Beauftragten oder eine Rechtsabteilung, die das übernehmen kann. Extern können auch Anwälte als Meldestelle fungieren. Darüber hinaus gibt es eine externe Meldestelle beim Bundesamt für Justiz. Unternehmen können eigene, interne Meldesysteme entwickeln oder auf Software-Lösungen zurückgreifen.

Die solute GmbH bietet so eine Komplettlösung an. Mit „Whispro“ können Unternehmen die gemeldeten Fälle rechtssicher und transparent dokumentieren. Whispro –solute GmbH

Nicola Bächle

Nicola Bächle

Nicola ist spezialisiert auf die Erstellung und Bereitstellung von hilfreichen Inhalten rund um das Thema E-Commerce. Durch intensive Recherchen und das Konsultieren von Experten stellt sie Fachwissen übersichtlich aufbereitet zur Verfügung.


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